I MOG DI RUANDA: SCHULBAU HAT BEGONNEN

Es ist geschafft! In den letzten 2 Jahren haben wir im Hotel St. Georg rund 40.000 Euro gesammelt und so konnte Anfang April das Fundament für unsere Schule in Ruanda gelegt werden – passend zum 25. Gedenktag an den Völkermord in Ruanda. Das neue Gebäude wird drei Klassenräume, ein Büro und eine Regenwasserzisterne umfassen. Wir können es kaum erwarten zu sehen, wie die Kinder zum ersten Mal ihre neuen Schulbänke drücken. Für den Moment freuen wir uns aber schonmal über die Bilder von der Grundsteinbildung.

 

Ein schönes Projekt findet ein noch schöneres Ende

2017 keimte die Idee für I MOG DI RUANDA auf. Im Rahmen der Reiner Meutsch Stiftung FLY & HELP wollten wir genug Geld sammeln, um zumindest einigen benachteiligten Kindern in Ruanda eine Schulbildung zu ermöglichen. Das Team war an Bord und so sammelten wir im Sommer 2017 die ersten Spenden: Für das Fest zum 30. Jubiläum backten unsere Mitarbeiter Kuchen – der gesamte Verkaufserlös floss in den Spendenpool. Viele Kollegen spendeten einen und manche sogar mehrere Urlaubstage. Auch viele Gäste steuerten zum Teil sehr großzügige Beträge hinzu und so konnten wir in knapp zwei Jahren stolze 40.000 Euro sammeln.

 

Die Schule in Muyira

Anfang April begannen dann die Bauarbeiten an der Schule in Muyira, einem Ort in der Südprovinz Ruandas. Das neue Gebäude mit drei Klassenräumen wird die renovierungsbedürftige Grundschule aus momentan 6 Gebäuden mit insgesamt 22 Klassenräumen erweitern. Auf Grund des großen Einzugsgebietes, einer steigenden Schülerzahl und der prekären Bedingungen wurde die Schule von der Distriktverwaltung Gisagara als besonders förderungswürdig vorgeschlagen.

Ziel ist es nun, den Schülerinnen und Schülern langfristig gute Lernbedingungen zur Verfügung zu stellen.

 

Blick in die Zukunft

Was für Kinder in Europa selbstverständlich ist, stellt für junge Menschen in Ruanda ein echtes Privileg dar. Die Schaffung neuer Schulinfrastrukturen kann den angestrebten Wechsel zu einer neunjährigen Plicht-Schulausbildung im kleinen zentralafrikanischen Land vorantreiben. Wir hoffen, einen kleinen Beitrag für eine bessere Zukunft der Schulkinder in Muyira geleistet zu haben.

Wir werden Sie über den weiteren Verlauf auf dem Laufenden halten und sobald wir weitere Bilder haben, diese auf unserer Homepage veröffentlichen.

Ein großes Dankeschön an alle, die gespendet oder uns anderweitig unterstützt haben!

 

Internationaler Tag des Gedenkens an den Völkermord in Ruanda

Der Völkermord in Ruanda im Jahre 1994 ist in der Geschichte beispiellos. Binnen 100 Tagen fanden rund 800.000 bis eine Millionen Menschen den Tod. Vom 6. April bis Mitte Juli des Jahres 1994 töteten Angehörige der Hutu-Mehrheit etwa 75 Prozent der ruandischen Tutsi Minderheit. Diejenigen Hutu, welche sich nicht an den Gräueltaten beteiligten, wurden ebenfalls hingerichtet. Die Täter stammten aus den Reihen der ruandischen Armee, der Nationalpolizei aber auch der Präsidentengarde und der Verwaltung. Den Milizen der Impuzamugambi und der Interahamwe wurden ebenso eine entscheidende Rollen zugesprochen. Innerhalb kürzester Zeit durchkämmten die Todesschwadronen das Land, marodierten Dörfer und massakrierten Zivilisten, Frauen und Kinder. Auch Flüchtlingslager, Hilfsaktionen und Kirchen hatten der unfassbaren Gewalt nichts entgegenzusetzten. Die Geschwindigkeit der Gewalttaten verbreitete sich rasant, da Hunderttausende Zivilisten zu Mittätern wurden.

Der internationale Welttag des Gedenkens an den Völkermord dient zum einen dem Gedenkens an die zahllosen Opfer, zum anderen aber auch dazu, derartige dunkle Kapitel der Menschheitsgeschichte tief ins kollektive Bewusstsein zu schreiben – gegen das Vergessen. Die Wiederherstellung der Würde der Opfer und die Anerkennung ihres Leids ist eines der zentralen Themen des Tages.

Am 7. April jährte sich der internationale Tag des Gedenkens an den Völkermord in Ruanda zum 25. Mal.

 

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