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Wie Shady vom Azubi zur Führungskraft wurde.

Ein Weg, der sich lohnt

Apr 2026



2018 kam Shady aus Ägypten nach Deutschland – mit einem Koffer, einem Traum und dem festen Willen, sich eine Zukunft aufzubauen. Er begann seine Ausbildung zum Hotelfachmann bei uns im Haus und hat seitdem bewiesen, was mit Engagement, Leidenschaft und Durchhaltevermögen möglich ist. Heute ist er unser stellvertretender Rezeptionsleiter. Wir haben mit ihm gesprochen – über seinen Weg, seine Erfahrungen

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Hallo shady, vielen Dank, dass du dir Zeit für uns nimmst. Möchtest du dich kurz vorstellen?

Hallo, sehr gerne! Ich bin Shady, 38 Jahre alt und komme ursprünglich aus Ägypten. Dort habe ich mein Abitur gemacht, danach meinen Bachelor abgeschlossen und viel Erfahrung im Marketing und Verkauf gesammelt. Nebenbei habe ich auch im Tourismus und in der Hotellerie unterstützt – und in diesem Moment habe ich meine Leidenschaft für dieses tolle Berufsfeld entdeckt. Meine Reise im Hotel begann vor acht Jahren mit der Ausbildung – ohne große Erfahrung, aber mit viel Herz. Heute leite ich stellvertretend die Empfangs- und Reservierungsabteilung. Mein Team und der direkte Kontakt mit Gästen geben mir täglich Energie.

Wie war dein erster Tag in der Ausbildung – und was hat dich am meisten überrascht?

Mein erster Tag in der Ausbildung war aufregend und gleichzeitig ein bisschen wie ein Sprung ins kalte Wasser. Ich war natürlich bissl nervös, aber alle Kolleginnen und Kollegen haben mich oft geholfen, dass ich mich schnell willkommen gefühlt habe.

Was war die größte Herausforderung für dich im ersten Ausbildungsjahr?

Die größte Herausforderung für mich im ersten Ausbildungsjahr war eindeutig die deutsche Sprache im Berufsalltag. Ich komme aus Ägypten und musste nicht nur die Fachbegriffe lernen, sondern auch in der Berufsschule sowohl bei der Arbeit schnell mit Gästen und Kolleginnen kommunizieren können.


Wer hat dich während deiner Ausbildung am meisten unterstützt?

Am meisten hat mich mein Paten-Azubi Lukas unterstützt – er war immer geduldig, hat mir alles gezeigt und mich durch die gesamte Ausbildung begleitet. Und natürlich mein Bruder, der mich in schwierigen Momenten immer wieder ermutigt hat.

Was ist der größte Unterschied zwischen deiner Arbeit als Rezeptionist und deiner heutigen Rolle als stellvertretender Empfangsleiter?

Als Rezeptionist hatte ich selbst Unterstützung – heute bin ich derjenige, der sie gibt. Die Verantwortung für Abläufe und das Team ist gewachsen, aber genau diese Vielfalt macht mir jeden Tag aufs Neue Spaß.

Was ist das schönste Erlebnis mit einem Gast, das dir bis heute in Erinnerung geblieben ist?

Das schönste Erlebnis mit einem Gast war, als eine ältere Dame allein bei uns eingecheckt hat. Sie war sehr traurig, weil sie zum ersten Mal ohne ihren verstorbenen Mann verreist ist. Ich habe mir einfach ein paar Minuten extra Zeit genommen, ihr zugehört und ihr einen besonders schönen Tisch beim Frühstück mit Blick in den Garten organisiert. Am nächsten Morgen kam sie strahlend zu mir und sagte: ‚Danke, dass Sie mich gesehen haben. Ich fühle mich hier nicht allein.‘ In dem Moment wusste ich wieder genau, warum ich diesen Beruf liebe – es geht nicht nur um Abläufe, sondern um Menschen.

Wie motivierst du dein Team, besonders in stressigen Zeiten?

Ich motiviere mein Team, indem ich immer ruhig, freundlich und zuvorkommend bleibe – egal wie stressig die Situation ist. Ich lebe meinem Team vor: Wer entspannt und herzlich mit den Gästen umgeht, macht sich selbst keinen Stress. Denn wir sind der erste Kontakt und die Gastgeber unseres Hotels. Das motiviert mein Team und gibt ihnen Sicherheit

Was macht dich besonders stolz darauf, in genau diesem Hotel zu arbeiten?

Darauf bin ich wirklich stolz: Wir haben ein neu aufgestelltes Team, das motiviert und herzlich sind – jeder packt mit an, keiner bleibt allein. Unsere Geschäftsführung und meine Hoteldirektorin unterstützen mich täglich bei meinen Aufgaben, und genau das gibt mir das Gefühl: Hier arbeiten wir wirklich als Team, nicht nebeneinander her. Diese Wertschätzung und der Zusammenhalt machen mein Hotel für mich besonders – und dafür komme ich jeden Tag gerne zur Arbeit

Wo siehst du dich in fünf Jahren?

Ich fühle mich hier wohl und möchte mich weiterentwickeln – mit mehr Erfahrung und neuen Herausforderungen. Aber eines bleibt für mich immer gleich: Ich möchte mit meinem Team zusammenarbeiten, unseren Gästen schöne Erlebnisse bieten und sie glücklich machen. Und ich möchte weiterhin wachsen können.