Ein Vormittag mit unserem Frühstückskoch Alban
Wer baut eigentlich das Frühstücksbuffet auf?
Aug 2026
Um fünf sperrt Alban die Küche auf. Bis um sieben das Buffet steht, passiert einiges – wir sind einen Vormittag lang mitgelaufen.
Um sieben steht das Buffet. Man denkt selten darüber nach, wie es dorthin kommt. Also sind wir einen Vormittag lang mitgelaufen – bei Alban, unserem Frühstückskoch.
05:00 Uhr
Alban sperrt auf. Erstmal geht das Radio an, ohne Musik läuft bei ihm nichts. Dann Kaffee, ist ja klar. Und der erste Ratsch mit Kerstin vom Housekeeping gehört dazu.
Danach wird aufgebaut. Semmeln, Aufschnitt, Obst und Müsli. Und zuletzt, damit es warm bleibt: Spiegelei, Omelett, Rührei, Speck, Pflanzerl und Nürnberger. Eins davon landet später auch auf seinem eigenen Teller.
Zu uns gekommen ist er 1997 – über seinen Bruder. „Der hat hier im Frühstück gearbeitet und hat mich hergeholt." Der Bruder ist längst weg. Alban ist geblieben.
07:00 Uhr
Von hier an läuft alles parallel: nachlegen, was leer wird. Ware annehmen und einräumen, wenn die Lieferung kommt. Über den ganzen Vormittag verteilt schon das Frühstück für morgen vorbereiten. Und nebenbei Fragen beantworten, weil jemand vom Marketing findet, das müsse mal aufgeschrieben werden.
Von Stammgästen kommt wiederum meistens keine Frage, sondern ein Satz – grinsend: „Du bist ja immer noch hier.”
10:00 Uhr
Ein Koch aus der Mittelschicht kommt dazu. Zuerst muss aber das Frühstück weg: abbauen, putzen, alles verräumen. Kurze Zeit später sieht man dem Raum nicht mehr an, dass hier eben noch Frühstück war.
Dann geht es ans Mittagessen für die Tagungsgäste – mal ein Menü, mal ein Buffet, mal ein Thema wie italienisch, bayerisch oder vom Grill, mal ganz nach Wunsch der Gruppe.
Schwierig wird es selten wegen der Menge. „Wenn einer krank ist", sagt Alban, „ein Mitarbeiter." Dann muss der Vormittag trotzdem laufen, nur eben mit einem Paar Hände weniger.
12:00 Uhr
Die Seminartüren gehen auf, und für eine Weile kommt alles auf einmal. Die Tagungsgäste wollen ihr Mittagessen, im Restaurant setzt sich ein Gast hin und bestellt von der Karte, und nebenher laufen Brotzeit- und Eiskarte weiter.
Viel Zeit haben sie nicht – nach meist gut einer Stunde geht das Seminar weiter. Das ist der Punkt, bei dem sich zeigt, ob der Vormittag gut vorbereitet war.
13:00 Uhr
Für Alban ist Feierabend. Er räumt auf, putzt und übergibt die Küche an die Spätschicht. Die macht bis 22 Uhr weiter – davon erzählen wir ein andermal.
Jetzt geht er heim. Morgen früh um fünf holt er den Schlüssel wieder ab.
Knapp 30 Jahre, ein Frühstück
In der Zeit, die Alban hier ist, hat sich das Haus mehrfach verändert. Es gab Jahre mit vielen Familien im Haus, mit Kinderprogramm und über hundert Lunchpaketen an einem Tag. Zeitweise standen drei Frühstücksbuffets gleichzeitig.
Heute sind es andere Gäste – mehr Paare, mehr Wochenendreisende, mehr Tagungen. Alban hat sie alle bekocht.
Und was frühstückt er selbst?
Omelett. „Eier müssen sein, sonst werde ich nicht satt."
Morgen früh um fünf sperrt Alban wieder auf, und als Erstes geht das Radio an. So macht er das seit 1997.
Gut zu wissen
Wann gibt es Frühstück?
Von 07:00 bis 10:00, am Wochenende 07:00 bis 11:00. Wer früher los muss, sagt am Vorabend Bescheid – wir bereiten Ihnen gerne ein Lunchpaket zu.
Was steht auf dem Buffet?
Spiegelei, Omelett und Rührei, dazu Speck, Pflanzerl und Nürnberger. Brot und Semmeln, Aufstriche, Käse und Schinken, Joghurt, Müsli und Obst. Kaffee in all seinen Formen, Tee und Säfte.Kann man auch ohne Zimmer frühstücken?
Ja. Das Frühstück kostet 19,90 € pro Person, Kinder bis 12 Jahre zahlen 10,50 €. Anmelden können Sie sich jederzeit an der Rezeption – telefonisch unter 08061 / 497 0 oder per Mail an hotel@sanktgeorg.com.Glutenfrei, laktosefrei, vegan?
Laktosefreie Produkte stehen bei uns täglich bereit. Glutenfreie Alternativen bereiten wir Ihnen gerne vor – sagen Sie uns einfach frühzeitig Bescheid.Zum Frühstück können Sie einfach vorbeikommen. Wer länger bleiben möchte:
→ Unsere Zimmer und Arrangements